Lange erwartet – und nun endlich veröffentlicht: Die PALU-Förderrichtlinie des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz (ANK) ist da! Damit stehen nun dringend nötige Anreize für Landeigentümer*innen und -nutzende zur Verfügung, die Wasserstände auf ihren Moorflächen auf ein torferhaltendes Niveau anzuheben und damit einen Schlüsselbeitrag sowohl zum Erreichen der Klimaziele, als auch der Ziele zur Wiederherstellung der Natur zu leisten.
Jan Peters, Geschäftsführer der Michael Succow Stiftung dazu:
„Viele Landwirte und Flächeneigentümer stehen in den Startlöchern: Sie wollen etwas für ihre Moorflächen, die Wasserverfügbarkeit und den Klimaschutz tun und in die vielversprechende nasse Nutzung in Paludikultur einsteigen. Mit der PALU-Richtlinie bekommen sie nun die Unterstützung, die sie brauchen, um die oftmals hohen Anfangsinvestitionen stemmen zu können.
Die Michael Succow Stiftung begleitet viele dieser Akteure aus der Landwirtschaft langfristig und vertrauensvoll in der Umsetzung von Moorwiederherstellung und Paludikultur. Jetzt gibt es mit PALU ein Instrument, großflächig in die Umsetzung zu starten.
Für die Betriebe ist es entscheidend, tragfähige Vermarktungswege für die entstehende Biomasse zu haben. In unsere Initiative toMOORow legen wir dafür den Grundstein. Es braucht noch gezielte Marktanreizprogramme und zielgruppengenaue Beratung, damit Paludikultur auch wirtschaftlich eine echte, dauerhafte Perspektive bietet.“
Die PALU-Richtlinie setzt aus Sicht der Michael Succow Stiftung wichtige Anreize zur Wiedervernässung entwässerter, landwirtschaftlich genutzter Moore. Sie unterstützt Akteure bei Planung und Umsetzung und erleichtert den freiwilligen Umstieg zu Paludikultur, wie den Anbau von Moorpflanzen wie Torfmoosen, Nassgräsern, Schilf oder Rohrkolben. Daraus können in innovativen Wertschöpfungsketten Bau- und Dämmstoffe, Papier und Verpackungen, Substrate, aber auch Brennstoffe oder Design- und Alltagsprodukte entstehen. |